Vom 24. Juni bis 1. Juli 2026 flog eine Reisegruppe der DIG Nürnberg-Mittelfranken nach Israel. Vierzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei, viele von ihnen betraten das Land zum ersten Mal. Jeden Tag führte uns ein Kleinbus unserer Partneragentur Israelway zu neuen Orten und neuen Begegnungen. Unser Reiseleiter war ein wandelndes Lexikon und vermittelte Geschichte, Politik, Religion und Alltagsleben mit einer Begeisterung, die ansteckte.

Jerusalem beeindruckte als politisches Zentrum mit der Knesset und als Stadt der Geschichte und des Glaubens. In den Gassen der Altstadt scheint die Geschichte von Jahrtausenden aus den weißen Steinen zu atmen. Der Besuch von Yad Vashem war trotz allem Vorwissen eine erschütternde Begegnung mit dem Unfassbaren. Erst das geschäftige Treiben des Mahane-Yehuda-Markts Stunden später holte einen zurück in die Lebendigkeit Jerusalems im Hier und Jetzt. Arye Shalicar kam zum Überraschungsbesuch und führte uns durch das Gewusel und zum gemeinsamen Mittagessen in einen arabischen Imbiss, wo er zur aktuellen Lage berichtete.

Auch Tel Aviv und Jaffa erlebten wir bei einem ausgedehnten Stadtspaziergang: jahrtausendealte Geschichte und moderne Großstadt, verwinkelte Gassen und Bauhaus-Architektur, Flohmarkt in Jaffa und Künstlermarkt Nachalat Binyamin. Am Abend der intensiven Programmtage zog es uns immer wieder an den Strand. Zwischen Beachvolleyball, Musik und Strandbars in der warmen Mittelmeerluft zeigte sich Tel Aviv als pulsierende Stadt voller Lebensfreude. Eine Stadt in einem Land, in dem wir uns so herzlich willkommen fühlten. Oft wurden wir von Menschen angesprochen, wo wir denn herkämen, was wir hier machten, wie lange wir blieben und wie es uns gefiele. Ob im Aufzug, in der Bar, beim Spazieren: die Freude darüber, dass wir dieses Land und seine Menschen kennenlernen wollten, war in jedem der entstehenden Gespräche spürbar.

Aufwühlend war der Tag im Süden Israels. In Sderot berichteten Augenzeugen vom 7. Oktober 2023 und vom Leben unter ständigem Raketenalarm. Ihre Geschichten, die Einschusslöcher an Häusern und die allgegenwärtigen Schutzräume an den Straßen bringen einem die Realität auf bedrückende Weise nahe. Am Gedenkort des Nova-Festivals gab es keine Worte mehr, so viel Trauer und Schmerz lagen über dem Ort.

Noch weiter südlich, nahe Kerem Schalom in der flirrende Hitze der nahen Negev-Wüste, war sie wieder spürbar: Diese für Israel so typische Verbindung aus Kreativität, Lebensfreude und Robustheit. Im Moschaw Talmei Yosef konnten wir buchstäblich die Früchte der Entschlossenheit kosten, mit der dem Wüstenboden Ackerland abgetrotzt wurde.

Auf klimatisch ganz andere Weise präsentierte sich der Norden Israels. Auf dem Berg Bental wehte ein frischer Wind, blaue Wildblumen säumten den Weg. Man hätte beinahe vergessen können, an welchem strategisch umkämpften Ort man sich befand – wären dort oben nicht die Überreste militärischer Einrichtungen, der Blick auf die Grenze Syriens und die Berghänge des Libanons. Ein klein wenig Unbehagen machte sich dann doch breit, als unser wandelndes Lexikon darauf hinwies, dass dort, quasi in Sichtweite, die Hisbollah in den Bergen sitzt. In Buq’ata am Fuße des Hermon erlebten wir dann aber weder Krieg noch Feindschaft, sondern die herzliche Gastfreundschaft der drusischen Gemeinschaft bei einem Mittagessen im Garten einer Familie. Von ihrer Geschichte, ihrem Mut und ihrem unbedingten Glauben an ein friedliches Miteinander inspiriert verließen wir die Golanhöhen.

Viele weitere Orte wie der See Genezareth, die historischen Städte Akko, Cäsarea und Haifa, die religiöse wie kulturelle Vielfalt und die Gespräche mit verschiedenen Gruppen machten deutlich, wie facettenreich, frei, divers und doch verbunden dieses kleine Land ist – und wie anders, als in den Medien vermittelt wird. Jahrtausende alte Gemäuer neben gläsernen Hochhäusern. Enge Gassen voller Geschichte und moderne Strandpromenaden. Trubelige Märkte, Menschen voller Hingabe, Humor und Kreativität. Israels Gegensätze und seine Menschen machen dieses Land so besonders.

Die Reise liegt zwar hinter uns, wirkt aber bis heute nach. Für die DIG Nürnberg-Mittelfranken war sie erst der Anfang: Die nächste Gruppenreise ist bereits in Planung. Sie können sich vorstellen, im März 2027 mit uns nach Israel zu reisen? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung über die nachfolgend verlinkte Umfrage bis Sonntag, 20. September 2026:

Link zur Umfrage

Wir würden uns sehr freuen, auch 2027 wieder mit einer interessierten und vielfältigen Gruppe gemeinsam Israel zu entdecken.

Das sagen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unsere Reise im Juni 2026:

„Ich habe eines der gastfreundlichsten und schönsten Länder dieser Erde kennengelernt. Es war eine emotionale Reise, von der ich unsagbar viel mitgenommen habe und die ich jederzeit wieder machen würde.“

„Diese Reise hat all unsere Erwartungen übertroffen: Das Essen und die ausgewählten Ziele des Reiseteams werden wir niemals vergessen. Und alle Menschen, denen wir begegnet sind, haben uns in Israel willkommen geheißen. Mein Resümee: Israel mit seinen unzähligen Facetten ist auf jeden Fall eine Reise wert.“

„Es war eine sehr besondere Reise. Obwohl ich schon öfter da war, habe ich viel Neues erfahren. Außerdem: Empowerment pur!“